Luftbetten für den Campingausflug – darauf sollte man beim Kauf und bei der Verwendung achten

Wer häufig mit dem Auto oder mit dem Wohnwagen in den Campingurlaub fährt und mehrere Nächte im Gefährt oder im Freien verbringen möchte, wird nicht drum herum kommen sich eine passende und bequeme Schlafunterkunft einzurichten.

Einige Camper greifen für diesen Zweck auf Feldbetten, Klappliegen oder sogar auch auf einfache Decken zurück, die lediglich auf den Boden gelegt werden. Wer jedoch ein wenig Campingerfahrung besitzt und etwas höhere Komfortanforderungen hat, wird sicherlich ein Aufblas-Luftbett den zuvor genannten Schlafoptionen vorziehen.

Eine scheinbar endlose Auswahl an Luftbetten macht es Campingfans jedoch oftmals schwer, sich für das Richtige zu entscheiden. Dieser Guide soll eine Hilfestellung geben, welche das Material des Bettes und die Nerven des Käufers ein wenig schont.

Festlegungen vor dem Kauf – welcher Luftbett-Typ ist für den Campingausflug geeignet?

Die erste Überlegung vor dem Kauf eines Camping-Luftbettes sollte den genauen Anwendungszweck definieren.

Das bedeutet, dass das Luftbett unter anderem danach ausgesucht werden muss, unter welchen Bedingungen und auf welchem Untergrund es zum Einsatz kommt. Es gibt diverse Modelle, welche sich in der Größe, dem Material und der Art des Aufblasens unterscheiden.

  • Die passende Größe:

Ein Luftbett mit 80 Zentimetern Breite ist wohl kaum dazu geeignet, um zusammen mit einer anderen Person darauf zu schlafen.

Wenn das Luftbett von zwei Personen genutzt wird, sollte man ein Modell ab einer Breite von 150cm wählen (sog. „Queen-Size“). Sollten sogar drei Personen (z.B. Eltern + Kind) auf dem Bett nächtigen, sollte man zu einem noch breiterem Modell (Breite: ab 180cm, sog. „King-Size„) greifen.

Info: Hier finden Sie eine Erklärung der unterschiedlichen Luftbett-Größen.

  • Die passende Form und Höhe:

Wenn das Luftbett zum Schlafen im Auto verwendet werden soll, bieten sich spezielle und besonders geformte/abgeflachte Auto-Luftbetten an. Hohe und doppelschichtige Matratzen sind zum Einsatz in PKWs eher ungeeignet.

Beim Einsatz in einem Zelt sollte man darauf achten, dass die Größe der Matratze das Format der Zelt-Liegekammer nicht übersteigt. Hier finden Sie eine Erklärung der gängigen Zelttypen und einige passende Luftbetten.

Zum Schlafen im Freien kann man hingegen beruhigt dickere und bequemere Luftbetten mit mehreren Kammern nehmen, da man nach oben hin keine Begrenzung hat.

Tipp: Wenn man lediglich eine bequeme Liege für zwischendurch benötigt, die nicht viel Aufwand und Zubehör benötigt, dann kommt evtl. auch ein Luftsofa in Frage.

  • Die Aufblasfunktion:

Es gibt einfache Modelle, die manuell mit dem Mund oder einer externen Luftpumpe aufgeblasen werden und auch spezielle Modelle, die über eine integrierte Elektropumpe verfügen. Bei der Modellauswahl gilt es zu überlegen und zu unterscheiden, wo das Luftbett zum Einsatz kommt.

Wenn das Bett ausschließlich im Auto oder in der Nähe eines Campingwagens aufgestellt wird (und eine nahgelegene Stromquelle sichergestellt ist), kann man beruhigt zum elektrisch-betriebenen Modell greifen.

Wenn sich der Einsatzort im Freien befindet und keine nahegelegene Stromquelle zur Verfügung stehen wird, sollte man lieber zu einem manuell-aufblasbaren Luftbett greifen. Diese Modelle kann man zum einen (aufgrund des geringen Eigengewichts) einfach transportieren und zum zweiten kann man sie überall aufstellen, da sie keine Stromquelle benötigen und manuell mit dem Mund oder mit einer externen Pumpe aufgeblasen werden. Ein weiterer Vorteil ist zudem, dass man sie auch auf dem Wasser als Badematratze nutzen kann.

Die nächste wichtige Festlegung ist die Preisklasse

Grundsätzlich gilt, dass die Qualität und Haltbarkeit mit dem Preis ansteigt und sich auch in Sachen Schlafkomfort große Unterschiede ergeben können.

Einfache Modelle gibt es schon für unter 20 Euro zu kaufen. Mittelpreisige Modelle kosten ca. 30-40 Euro und ab 50 Euro bekommt man oftmals schon sehr komfortable und robuste Modelle mit zahlreichen Zusatzfunktionen.

Hier eine kurze Übersicht der Vorteile von etwas teureren Luftbetten gegenüber einfachen Standard-Modellen:

– Oftmals ist es so, dass etwas teurere Luftbetten höher sind und über spezielle Stegkonstruktionen und mehrere Luftkammern verfügen. Dies hat den Vorteil, dass man ein sehr angenehmes Liege- und Schlafgefühl empfindet. Zudem halten die Matratzen durch die Spezialkonstruktionen oftmals enorme Gewichtsbelastungen aus, ohne zu beschädigen.

– Teurere Luftbetten beispielsweise haben häufig einen integrierten Kompressor zum Aufblasen, sodass nur noch eine Steckdose benötigt wird. Mit Hilfe einer speziellen Pumpe kann sich das Bett so völlig selbstständig mit Luft befüllen und auch wieder entlüften.

– Auch in den verwendeten Materialien gibt es Unterschiede. So haben die meisten Luftbetten der Mittelklasse eine textilähnliche Schicht auf der Oberseite, welche sich deutlich angenehmer anfühlt, als ein gummiähnliches Material.

Tipp: In diesem Beitrag können Sie nachlesen, was ein gutes Luftbett kosten sollte.

Zusätzliche Maßnahmen während des Campingausflugs und weitere Tipps zur Verwendung

Je nach der Art des Luftbetts müssen verschiedene Vorkehrungen getroffen werden. Die einfachste Variante, ein Luftbett für eine Person zum Aufblasen mit dem Mund, ist leider nicht immer die perfekte Lösung.

In jedem Fall sollten vor dem ersten Schlaf im Gelände alle Gegenstände entfernt werden, welche das Luftbett beschädigen könnten. Nicht alle Areale, welche zum Campen freigegeben sind, werden von einer dicken, sauberen Schicht Gras bedeckt, sondern häufig sind Steine oder Müllreste von Vorgängern auf dem Boden verteilt. Im Interesse der Haltbarkeit sollten diese unter dem Luftbett entfernt werden.

Sollte es sich beispielsweise um ein Luftbett mit integriertem Kompressor handeln, muss ein Stromanschluss bereitgestellt werden. Dies kann entweder mit einem Verlängerungskabel oder einem Aggregat geschehen.

Bei einem Luftbett mit einem großen, nicht mundgerechten Ventil muss entweder eine elektrische Pumpe und ein Stromanschluss oder eine Handpumpe mitgebracht werden.

Wenn das Luftbett nur eine geringe Höhe von wenigen Zentimetern hat, wie sie häufig bei selbstaufblasenden Betten anzutreffen ist, kann es vorkommen, dass der Untergrund unangenehm durchdrückt. In diesem Fall schafft eine zusätzliche Lage Abhilfe, die etwa eine Isomatte oder etwas ähnliches sein könnte. Außerdem wirkt diese Lage der Kälte entgegen, welche vom Boden durchdringen kann.

Fazit

Ein aufblasbares Luftbett eignet sich ideal zum Campen. Es kann im Fahrzeug und auch im Freien eingesetzt werden, ist sehr bequem und bietet auch mehreren Personen reichlich Platz zum Schlafen.

Generell steigt die Qualität des Luftbettes mit dem Preis an. Da „teuer“ aber nicht immer mit „richtig“ gleichzusetzen ist, sollte man sich auf die Eigenschaften konzentrieren, welche am wichtigsten sind. Alles andere kann als zusätzlicher Bonus betrachtet und selbstverständlich akzeptiert werden.